„Der Behinderte unter dem Hexenhammer“
Ein Stück, das jeden berührt und zum Nachdenken bringt
„Der Behinderte unter dem Hexenhammer“ ist das neueste Stück zur Gewaltprävention, mit dem das Theater „Nemesis“ durch die Schulen tourt.
Wer ist ‚anders‘? Ist ‚anders zu sein‘ strafbar? Klammert Gemeinschaftsgeist selbstständiges Denken aus? Das sind Fragen, die Daniel Micheels in seinem neuen interaktiven Theaterstück stellt und in dem er die Mechanismen aufspürt, die früher zu Hexenverbrennungen und noch heute zu kollektiver Gewaltausübung führen.
Bei dieser Aufführung wurde bewusst gemacht, wie Gedanken eines Einzelnen zum Gemeinschaftsgut werden und gemeinschaftliche Aktionen steuern können, obwohl die meisten wissen, dass dieses Verhalten falsch ist.
Die Aufführung für die etwa 250 Hauptschüler fand am 23. 2. in der Aula des Schulzentrums statt, am folgenden Tag fanden klassenweise Nachbesprechungen statt, wobei auch lebensnahe Beispiele, wie Cyber-Mobbing thematisiert wurden.
Dass sich Menschen wie im Hexenhammer auch heute noch leicht via Facebook gegen andere aufbringen lassen, wollten die Schüler zuerst nicht glauben.
Doch Micheels Frage: „Wenn jemand einen Blödsinn an die Facebook- Pinnwand postet, wie viele von euch schreiben dann etwas dazu?“, überzeugte die Schüler.